Aqueduct
Glückwunsch zu Ihrem neuen EarthQuaker Devices Aqueduct Vibrato!
Im Gegensatz zu dem, was auf der Frontplatte einiger berühmter Deluxe-Verstärker zu lesen ist, versteht man unter „Vibrato“ eine Form der Frequenzmodulation (bzw. Wellenlängenmodulation), die als Tonhöhenveränderung wahrgenommen wird. Oft wird dies mit dem Tremolo verwechselt (bei dem es sich unter anderem um eine Amplitudenmodulation handelt, die das Ohr als Lautstärkenveränderung wahrnimmt).
Das Aqueduct verwendet ein kurzes Delay mit acht unterschiedlichen Modulations-Modi, um dezent kreisende „Pitch-Wobbles“, konstantes kosmisches Pulsieren, schnelle Triller, schmierende Klangschnörkel, Whammy-Bar-Sounds und auch so ziemlich jeden anderen tonhöhenverändernden Effekt zu erzeugen, den Ihr klangsüchtiges Gehirn sich vorstellen kann.
Die Bedienung ist denkbar einfach.
Rate bestimmt die LFO-Geschwindigkeit – also die Geschwindigkeit, in der die Tonhöhe nach oben und unten verändert wird. Depth regelt die LFO-Amplitude (den Ausschlag) und damit die Intensität des Vibrato-Effekts. Mit dem Mode-Drehregler wählen Sie eine der acht LFO-Wellenformen und Envelope-Kombinationen aus. Sie haben starken Einfluss auf den Charakter der Modulation haben und sind der Grund dafür, dass sich das Aqueduct für nahezu jeden musikalischen Kontext eignet.
Es folgt eine Auflistung der acht Modes des Aqueduct, sortiert von „nicht wirklich abgedreht“ bis „ordentlich abgedreht“. Los geht’s:
Sine: Die Sinuswelle ist die weichste und subtilste aller Wellenformen. Sie wird am ehesten mit klassischem Amp-Vibrato in Verbindung gebracht. Einstöpseln, anschalten und losschunkeln.
Triangle: Triangle (Dreieck)-Wellenformen haben eine etwas „kantigere“ Wellenform als die Sinuswelle. Dementsprechend fällt die Tonhöhenveränderung auf dem Höhepunkt jedes LFO-Durchlaufs deutlicher aus.
Ramp: Ähnelt der Dreieckswelle; mit einer Besonderheit: Die Ramp-Wellenform zeichnet sich durch einen akzentuierten Sonarimpuls aus, auf den eine schnelle Abwärtsbewegung mit synthesizerartigem Sustain und Release folgt. Ab hier wird es nun ein wenig abgedreht.
Square: Rechteckwellen sind die „scharfkantigsten“ Wellenformen. Anstatt gleichmäßig von Tonhöhe zu Tonhöhe zu gleiten, sorgen steuernde Rechteckwellen für eine sofortige Umschaltung zwischen zwei Tonhöhen. Sie können diesen Modus für Triller-Effekte verwenden, wenn Sie es leid sind, Hammer-Ons und Pull-Offs zu spielen.
Random: Diese Wellenform ist überhaupt keine Wellenform, sondern ein „Drunken Master“ wilder Modulationstricks, der die zugespielten Noten in ein undurchschaubares Geflecht obskurer Pitch-Bends verwandelt, bevor er sich in Luft auflöst (und Sie mit der Rechnung sitzen lässt). Bei geringen Depth-Einstellungen erhält man einen „Warped Record“-Effekt, der mehr und mehr verwischt, wenn Sie den Depth-Regler aufdrehen.
Env D: Dies ist der „Envelope-controlled Depth Mode“ (hüllkurvengesteuerter Depth-Modus). Als Wellenform wird eine Sinuswelle verwendet, deren Frequenz (Geschwindigkeit) mit dem Rate-Regler eingestellt werden kann. Der Depth-Regler bestimmt die Empfindlichkeit der Hüllkurve – den Punkt, an dem der Effekt beim Spielen einsetzt. In diesem Modus bestimmt die Härte des Saitenanschlags die Intensität der Modulation. Je stärker Sie anschlagen, desto ausgeprägter ist der Effekt. Probieren Sie das einfach mal bei Ihrem nächsten Motorik-Jam aus.
Env R: Dies ist der „Envelope-controlled Rate Mode“ (hüllkurvengesteuerter Rate-Modus). In diesem Modus steuert der Eingangspegel (das heißt: die Anschlagsintensität) die Geschwindigkeit (Rate) des LFOs. Der LFO verwendet eine Sinuswellenform. Schlagen Sie härter an, um eine schnellere Modulation zu erreichen, oder gehen Sie es ruhiger an, um eine langsamere Modulation zu erhalten. Mit dem Rate-Regler passen Sie die Empfindlichkeit der Hüllkurve an. Mit dem Depth-Regler legen Sie die LFO-Intensität fest.
Env P: Dies ist der „Envelope-controlled Pitch Mode“, oder wie wir liebevoll sagen: die „My Bloody Valentine“-Einstellung. Ihr Instrument hat keinen Tremolohebel ? Nun, jetzt schon. In diesem Mode wird der LFO auf eine Sinuswellenform eingestellt, und die Frequenzmodulation wird nicht durch den LFO, sondern durch die Dynamik Ihres Anschlags gesteuert. Tun Sie sich selbst einen Gefallen und probieren Sie diesen Modus mit Flexi-Switching™ aus.
Mit dem Depth-Regler legen Sie das Mischungsverhältnis zwischen unbearbeiteten Signal und Effektanteil (Wet/Dry) fest. Dies ist der einzige Modus, der über einen Wet/Dry-Mix verfügt und nach Belieben eingestellt werden kann, um dynamikabhängige Vibrato-, Chorus-, Flanger-Effekte oder taktile Tonhöhenveränderungen zu erzeugen. Wenn Sie den Regler ganz an den linken Anschlag drehen, erhalten Sie nur das unbearbeitete Signal. Wenn Sie den Regler ganz an den rechten Anschlag drehen, ist nur der Effekt zu hören. In der Mittelstellung („12 Uhr“) erhalten Sie einen 50/50-Mix mit einer leichten Phasenauslöschung.
Mit Rate legen Sie die Empfindlichkeit und den Gesamtumfang der Tonhöhenänderung (Pitch Bend) fest.
Profi-Tipp
Wenn Sie einen der Envelope-Modes verwenden, empfehlen wir Ihnen, das Aqueduct als erstes Gerät in der Effektkette oder zumindest vor Effekten zu platzieren, die Einfluss auf Volume oder Gain haben. Das Aqueduct wurde für Pickups mit niedrigem oder mittlerem Output konzipiert. Wenn der Output erhöht wird, verändert sich das Ansprechverhalten der Envelope-Einstellungen, und die Dynamik fällt geringer aus.
Stromversorgung
Dieses Pedal kann mit einer handelsüblichen 9-Volt-Batterie oder einem Standard-9V-Netzteil mit einem 2,1-mm-Stecker (Innenleiter negativ) betrieben werden. Wir empfehlen grundsätzlich die Verwendung von isolierten, für die Nutzung mit Effektgeräten ausgelegten Netzteilen oder eine Stromversorgung mit mehreren isolierten Anschlüssen. Restwelligkeit und unzuverlässige Spannungsquellen können zusätzliche Störgeräusche bei Effektpedalen verursachen. Schaltnetzteile, Daisy-Chains und nicht für Effektpedale ausgelegte Netzteile filtern verschmutzten Strom nicht zufriedenstellend und verursachen ungewollte Störgeräusche. Betreiben Sie dieses Produkt nicht mit höheren Spannungen!
Stromaufnahme: 68 mA
Eingangsimpedanz: 1 MΩ
Ausgangsimpedanz: <10 kOhm
Flexi-Switch®-Technologie
Dieses Pedal ist mit der Flexi-Switch-Technologie ausgestattet! Diese auf Relais basierende True-Bypass-Schaltungstechnologie ermöglicht sowohl den Momentary- als auch den Latching-Betrieb.
So nutzen Sie den normalen Latching-Modus: Drücken Sie einmal auf den Fußschalter, um den Effekt zu aktivieren. Drücken Sie ihn erneut, um wieder auf Bypass zu schalten.
So nutzen Sie den Momentary-Modus: Halten Sie den Fußschalter so lange gedrückt, wie der Effekt aktiv sein soll. Wenn Sie den Schalter loslassen, wird auf Bypass geschaltet.
Da die Umschaltung relaisbasiert erfolgt, ist für die Durchleitung des Signals eine Stromversorgung erforderlich.
Garantie
Für dieses Gerät wird eine begrenzte lebenslange Garantie gewährt. Wenn es kaputt geht, werden wir es reparieren. Sollten Sie auf Probleme stoßen, rufen Sie bitte zunächst die Seite www.earthquakerdevices.com/warranty auf.